Völkerschlacht 1813 – Gott mit uns

In letzter Zeit haben wir uns thematisch um den letzten Menschen in seiner ausgeprägten Dekadenz und Gleichgültigkeit beschäftigt. Dieser letzte Mensch könnte auch als letzter Deutscher umgedeutet werden. Dass es aber auch ruhmreiche Zeiten in unserer Geschichte gab, darüber berichtet der folgende Text.

Wehe den Menschen, die um nichts mehr kämpfen wollen, denen nichts mehr wichtig ist“, dieser Satz ist für die heutige Zeit des letzten Menschen prägend.Doch ist der Satz ebenso im umgekehrten Kontext für die 1813 stattfindende Schlacht bei Leipzig maßgebend. So erhob sich das deutsche Volk um eben für die Wichtigkeit ihrer Interessen zu kämpfen. Da sie zu jener Zeit unter radikalen Reformen der Diktatur Napoleons zu leiden hatten. Gegen diese Tyrannei erhoben sich eine halbe Million Bürger und nahmen die Schlacht auf sich. Die Frauen gaben ihren letzten Schmuck für die Sache her. Dichter, Schriftsteller sowie Philosophen (unter anderem Theodor Körner, Ernst Moritz Arndt sowie Johann Gottlieb Fichte) wandten sich durch ihre Schriften an die Bürger und den zollten damit ihren Respekt. So ist diese Schlacht ein entscheidender Wendepunkt in unserer Geschichte sowie der deutschen Nationalstaatsidee.

Doch schon damals saßen die Verräter bei uns Deutschen in den eigenen Reihen. So wurden alle in der Stunde der Not gegebenen Versprechungen auf nationale Einheit und liberale Verfassungen nicht erfüllt. Bereits vor 200 Jahren blieben berechtigten Interessen des Volkes nur Hohn und Phrasen übrig. So trat die gesamteuropäische „Heilige Allianz“ anstelle des Nationalstaates. So blieb am Ende den Deutschen nur Ohnmacht gegenüber der Allianz und Kleinstaaterei übrig. Die „Heilige Allianz“ von 1815 bis 1848 habe zumindest den Frieden gesichert ist falsch. Diese Allianz hat genauso wenige Kriege verhindert, wie heutzutage die Brüsseler EU. Der Gedanke eines nationalen Staates der 1813 mit der nationalen Erhebung aufkam wurde erst 1871 belohnt.

Ausdruck unserer heutigen politisch-historischen Dekadenz, beziehungsweise das Leben des letzten Menschen, ist es, dass dieses Ereignis nicht gewürdigt wird. Stattdessen lässt man herausragende Gestalten der deutschen Erhebung denunzieren. Friedrich Ludwig Jahn gilt als Chauvinist, Arndt als Antisemit, Körner als Kriegshetzer sowie Heinrich von Kleist als Neurotiker. So können wir resümieren, dass insbesondere Menschen bei uns früher dazu bereit waren Opfer zu bringen und für ihre Sache einzustehen. Heutzutage wo wir sämtliche Schreckensnachrichten aus den entlegensten Regionen der Welt, direkt in unser Wohnzimmer geliefert bekommen, resignieren wir und stumpfen nur noch ab.

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